Ein leises Geschenk des Mutterseins

Ich sitze mit meinem Sohn am Esstisch. Er in seinem Hochstuhl mit neugierigem Blick auf das, was ich ihm da Neues auf dem Teller serviere.
Es sind gequetschte Erbsen. Mit seinen kleinen Fingern stochert er darin herum. Mal patscht er mit der ganzen Hand rein und ich schaue ihm zu, wie er das neue Essen erkundet.
Dieses erste Mal Erbsen essen ist für ihn gerade so aufregend. Und mir wird klar, wir haben gerade unfassbar viele erste Male, die wir gemeinsam erleben dürfen.

Aber all diese großen und kleinen ersten Male, sind nur in diesem Moment unsere.
Diese zarten Pusteblumenmomente, werden schon sehr schnell nur noch meine Erinnerungen sein, wird mir klar.

Emotional nimmt mein Sohn daraus natürlich etwas mit. Ich bin gehalten, ich bin in Sicherheit, Essen darf Spaß machen, Neues erkunden macht Freude.
Aber dieses Bild von winzigen Fingern, die in Erbsen matschen und ein kleines Gesicht mit grünem Schmiermund, das bleibt letztlich nur meine Erinnerung allein.


Ich würde ihm so wünschen, dass er sich auch an das viele gemeinsame Lachen erinnern wird, die warmen Umarmungen, in denen ich seinen kleinen Körper noch komplett einschließen konnte.

Was für ein Geschenk! Was für ein kleines großes Geschenk, dass ich sowohl teilen, als auch behalten darf. Für mich. Ich bin dankbar!
Dankbar für diese Schatzkiste an Momentaufnahmen in meinem Kopf.


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